Welche psychiatrischen CME-Themen sind derzeit besonders relevant?
Sehr relevant sind Depression, Suizidprävention, Suchtmedizin, Psychopharmakotherapie, Angststörungen, Burnout, bipolare Störungen und psychosomatische Überschneidungen.
CME-Kurse und Fortbildungen für Psychiatrie & Psychotherapie
Psychiatrische und psychotherapeutische Fortbildungen sind für die Versorgung erwachsener Patientinnen und Patienten ebenso wichtig wie für die Zusammenarbeit mit Hausärzten, Neurologen und somatischen Fachdisziplinen. Themen wie Depression, Angststörungen, bipolare Störungen, Schizophrenie, Suchtmedizin und psychosomatische Fragestellungen entwickeln sich klinisch und therapeutisch kontinuierlich weiter. Für Psychiaterinnen und Psychiater bedeutet das: Regelmäßige CME-Fortbildung ist essenziell, um leitliniengerecht, differenziert und patientenzentriert zu behandeln. Auf Arztfortbildungen.de finden Sie daher Kurse, Webinare und Kongresse, die sowohl pharmakologische als auch psychotherapeutische, versorgungsbezogene und interdisziplinäre Perspektiven abdecken. Besonders wertvoll sind Formate, die konkrete Behandlungssituationen, Komorbiditäten und neue Evidenz in den klinischen Alltag übersetzen.
In ca. 30 % aller Fälle werden schwere Depressionen therapieresistent. Häufig wird dies definiert als ein Nichtansprechen auf mindestens zwei Therapieversuche. Ein großes klinisches Problem ist die unvollständige Remission, bei der Restsymptome, z.B. kognitive Einschränkungen, Antriebsstörung, Schlafstörungen oder Suizidgedanken bestehen bleiben. Diese behindern die Wiedereingliederung der Betroffenen in den normalen Alltag und führen häufig zu Rückfällen. Therapieresistenz ist eine wichtige Komplikation in der Behandlung der Depression. In ihrem Vortrag stellt Frau Prof. Krüger die Therapieresistente Depression (TRD) praxisnah vor. Erfahren Sie u.a. welche Nebenwirkungen häufig auftreten und wie Risikofaktoren und Komorbiditäten das Krankheitsgeschehen beeinflussen können. Der Einfluss der mangelnden Adhärenz und ihrer zugrundeliegenden Gründe wird ebenfalls thematisiert. Finden Sie heraus, warum die Remission trotz aller Herausforderungen das Behandlungsziel sein sollte.
MedLearning CME-Kurse
Verfügbar bis 25.05.2026
In dieser CME-Fortbildung werden “Basics” über syndromale und subsyndromale Angststörungen vermittelt. Gerade subsyndromale Angststörungen gehen häufig, neben der Ängstlichkeit, mit innerer Unruhe und somatischen Symptomen einher und sind daher beim niedergelassenen Hausarzt häufig. Neben Therapeutika gegen syndromale Angststörungen werden relevante Daten für eine gut verträgliche Behandlungsoption der subsyndromalen Angststörungen und deren somatischen Symptomen vorgestellt.
MedLearning CME-Kurse
Verfügbar bis 01.06.2026
Depression zählt zu den häufigsten psychischen Erkrankungen in Deutschland. Die Krankheitslast ist hoch und die aktuelle Versorgungssituation schwierig. Viele Betroffene haben keinen Zugang zu einer leitliniengerechten Therapie oder müssen mit langen Wartezeiten rechnen. Diese Fortbildung beleuchtet praxisnah die Einsatzmöglichkeiten Digitaler Gesundheitsanwendungen (DiGA) bei unipolarer Depression und gibt einen fundierten Überblick über deren Evidenz, Nutzen und Integration in die klinische Versorgung. Nach einem Einblick in die Behandlungsempfehlungen der S3-Leitlinie werden die Besonderheiten der verschiedenen DiGA vorgestellt. In ihrem Vortrag vermittelt Frau Dr. Widmer, basierend auf ihrem Expertenwissen und ihren langjährigen Erfahrungen, wie digitale Interventionen ein integraler Bestandteil der Versorgung depressiver Patienten werden können. Sie lernen digitale Anwendungen sinnvoll im Praxisalltag einzusetzen, typische Hürden zu erkennen sowie die Adhärenz gezielt zu fördern.
MedLearning CME-Kurse
Verfügbar bis 14.06.2026
Suchterkrankungen stellen weltweit und in allen Bevölkerungsschichten eine enorme medizinische und gesellschaftliche Herausforderung dar. Diese Fortbildung vermittelt praxisnah die Grundlagen der Sucht- und Substitutionsmedizin. Behandelt werden Epidemiologie und Pathophysiologie der Sucht, die Probleme der Stigmatisierung sowie abschließend zentrale Therapieoptionen der Opioidabhängigkeit – von der psychosozialen Betreuung bis zur medikamentösen Behandlung.
MedLearning CME-Kurse
Verfügbar bis 11.09.2026
Obstruktive Schlafapnoe (OSA) ist eine komplexe, multifaktorielle Erkrankung, deren pathophysiologische Ursachen sich individuell stark unterscheiden. Die Fortbildung beleuchtet die klinische Relevanz von OSA-Endotypen und zeigt, wie deren differenzierte Erfassung neue Wege für eine personalisierte Diagnostik und Therapie eröffnet. Teilnehmende lernen, wie sich anatomische und nicht-anatomische Merkmale zuverlässig und praxisnah bestimmen lassen, wie diese die Therapieentscheidung beeinflussen und welche Rolle Endotypen bei der Vorhersage des Therapieerfolgs spielen. Zudem wird vermittelt, wie sich Endotypen gezielt modifizieren lassen und welche Auswirkungen dies auf patientenzentrierte Outcomes hat.
MedLearning CME-Kurse
Verfügbar bis 15.10.2026
In dieser eCME vermittelt Ihnen Herr Prof. Dr. med. Jens Kuhn, Chefarzt und ärztlicher Direktor Alexianer Fachkrankenhaus für Psychiatrie, Psychotherapie und Neurologie, praxisnah, warum psychische Belastungen und das höhere Lebensalter bei Tinnitus-Patient:innen eine ganz besondere Rolle spielen. Neben Einblicken in die vielschichtige Entstehung von Tinnitus wird deutlich, wie eng Tinnitus mit psychischen Komorbiditäten wie Angst, Stress und Depression sowie mit altersbedingtem kognitivem Abbau verbunden ist. Gerade chronischer Tinnitus wirkt als starker individueller Stressor; die wechselseitige Verstärkung von Ohrgeräusch und psychischer Belastung kann einen regelrechten Teufelskreis erzeugen und den Alltag der Betroffenen nachhaltig beeinträchtigen. Herr Prof. Kuhn stellt Ihnen innovative Präventions- und Therapiemöglichkeiten vor – von leitliniengerechtem Counseling sowie kognitiver Verhaltenstherapie über digitale Gesundheitsanwendungen (DiGA) bis hin zur Pharmakotherapie und dem gezielten Einsatz phytotherapeutischer Optionen. Profitieren Sie von dieser aktuellen Fortbildung, die Ihnen konkrete und individuelle Behandlungsmöglichkeiten für psychisch belastete sowie ältere Tinnitus-Patient:innen aufzeigt.
MedLearning CME-Kurse
Verfügbar bis 08.11.2026
Die Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde (DGPPN) gilt als Europas größter Fachkongress zur psychischen Gesundheit. Sie versammelt Fachleute aus Psychiatrie, Psychotherapie, Psychosomatik, Pflege und angrenzenden Disziplinen zu einem breit gefächerten wissenschaftlichen Programm mit Vorträgen, Workshops, Diskussionsforen sowie interprofessionellen und trialogischen Formaten für Forschung, Praxis und Gesundheitsdialog.
Unbekannter Veranstalter · Berlin
25.–28.11.2026
Tinnitus ist weit mehr als ein „Störgeräusch“: Für viele Patientinnen und Patienten bedeutet er eine erhebliche Belastung und stellt Ärztinnen und Ärzte im klinischen und ambulanten Alltag regelmäßig vor diagnostische und therapeutische Herausforderungen. In dieser CME-Fortbildung zeigt Ihnen Prof. Dr. med. Dr. h.c. Matthias Tisch, Ärztlicher Direktor HNO-Klinik Bundeswehrkrankenhaus Ulm und BEGUMED Ulm GmbH, wie Sie Tinnitus-Subtypen sicher differenzieren, Warnzeichen (Red Flags) zuverlässig erkennen und eine strukturierte, zielgerichtete Diagnostik einleiten. Sie erhalten einen praxisnahen Überblick über evidenzbasierte Behandlungsoptionen und lernen, diese situationsgerecht und individuell auszuwählen – unter besonderer Berücksichtigung relevanter Komorbiditäten gemäß aktueller Leitlinien. Profitieren Sie von klaren Entscheidungswegen, klinisch bewährten Strategien und konkreten Expertentipps für Ihre tägliche Praxis.
MedLearning CME-Kurse
Verfügbar bis 07.02.2027
Mit 17 Prozent ist das Lebenszeitrisiko für Angsterkrankungen und innere Unruhe hoch. Frauen sind etwa doppelt so häufig betroffen wie Männer. Gleichzeitig sind psychische Erkrankungen unter den Top 10 der am meisten belastenden Erkrankungen und beeinträchtigen die Lebensqualität enorm. Deshalb ist es auch gerade in der Primärversorgung wichtig, diese Patienten zu erkennen und zu beraten. Im Rahmen dieser Fortbildung erläutert Prof. Tillmann Krüger von der Medizinischen Hochschule Hannover die verschiedenen Krankheitsbilder im Zusammenhang mit Ängsten und Unruhe. Zudem werden Behandlungsmöglichkeiten vorgestellt und die Bedeutung pflanzlicher Arzneimittel diskutiert.
MedLearning CME-Kurse
Verfügbar bis 22.02.2027
Natürliche Heilmittel sind bei der deutschen Bevölkerung beliebt: Laut einer repräsentativen Umfrage bevorzugen 80,9 % sie zur Behandlung von leichteren Erkrankungen. Vor diesem Hintergrund wurde die Fortbildung „Evidenzbasierte Phytotherapie für die Praxis – Pflanzliche Arzneimittel für Herz, Hirn und Darm“ entwickelt. In dieser Fortbildung stellen die Experten Prof. Dr. med. Tillmann Krüger von der Medizinischen Hochschule Hannover und Prof. Dr. med. Peter W. Gündling von der Carl Remigius Medical School Idstein evidenzbasierte Phytopharmaka als verträgliche Alternative zu chemisch-synthetischen Arzneimitteln vor. Sie beleuchten die verschiedenen Anwendungsgebiete pflanzlicher Arzneimittel, definieren Qualitäts-, Wirksamkeits- und Verträglichkeitsanforderungen und erörtern die Unterschiede zwischen verschiedenen Extraktionsmethoden sowie weitere wichtige Einflussfaktoren bei der Behandlung.
MedLearning CME-Kurse
Verfügbar bis 02.03.2027
Angststörungen, Depressionen und Schlafstörungen zählen zu den häufigsten psychischen Erkrankungen und treten oft gemeinsam auf. Epidemiologische Studien zeigen, dass ein erheblicher Teil der Bevölkerung im Laufe des Lebens an einer dieser Erkrankungen leidet. Die Lebensqualität der Betroffenen ist erheblich beeinträchtigt. Diese Fortbildung vermittelt praxisrelevante Erkenntnisse zur differenzierten Diagnostik sowie zu psychotherapeutischen, pharmakologischen und ergänzenden Behandlungsansätzen. Neben etablierten Therapien wird auch die Rolle der Phytotherapie hervorgehoben, die zunehmend als evidenzbasierte Option in der Behandlung von leichten bis mittelschweren Beschwerden anerkannt wird.
MedLearning CME-Kurse
Verfügbar bis 01.04.2027
Die Aufmerksamkeits-Defizit-Hyperaktivitäts-Störung (ADHS) ist eine psychische Erkrankung, die durch Impulsivität, Hyperaktivität und ein Aufmerksamkeitsdefizit charakterisiert ist. Darüber hinaus kann ADHS über die gesamte Lebensspanne hinweg mit klinisch relevanten Schlafstörungen assoziiert sein. Im Rahmen dieser Fortbildung erfahren Sie das Wichtigste zu ADHS und gestörtem Schlaf. Sie erhalten wertvolle Informationen zur Epidemiologie, zu den gesundheitlichen und sozialen Folgen gestörten Schlafs bei Patienten mit ADHS sowie zur Pathophysiologie der hyperaktiven Schlafstörung. Ein weiterer Fokus liegt auf diagnostischen Strategien zur Erfassung gestörten Schlafs bei ADHS-Patienten sowie auf den möglichen Therapieoptionen. Diese umfassen schlafhygienische Maßnahmen, verhaltensmedizinische Interventionen, chronobiologische Strategien sowie eine individuell abgestimmte Pharmakotherapie. Ein praxisnahes Fallbeispiel rundet diese Fortbildung ab. Vertiefen Sie Ihr Wissen über die oft unterschätzte Rolle von Schlafstörungen bei Patienten mit ADHS und nutzen Sie diese Fortbildung, um diagnostische und therapeutische Strategien in Ihrer klinischen Praxis gezielt einzusetzen.
MedLearning CME-Kurse
Verfügbar bis 04.04.2027
Sehr relevant sind Depression, Suizidprävention, Suchtmedizin, Psychopharmakotherapie, Angststörungen, Burnout, bipolare Störungen und psychosomatische Überschneidungen.
Nein. Viele Inhalte sind auch für Allgemeinmediziner, Neurologen und Psychotherapeuten relevant, vor allem bei häufigen Störungen oder Schnittstellenthemen.
Sinnvoll sind Formate mit Leitlinienbezug, Fallbeispielen, differenzialdiagnostischem Fokus und praktischen Hinweisen zu Therapiewahl, Nebenwirkungen und Komorbiditäten.
Der Fachbereich der Psychiatrie und Psychotherapie befasst sich mit der Erkennung und Behandlung von psychischen Erkrankungen und Störungen. Dazu gehören z.B. Demenz, Depressionen oder Psychosen.
In der Vergangenheit gab es einen gemeinsamen Facharzt für Psychiatrie und Neurologie, dem sog. Facharzt für Nervenheilkunde (Nervenarzt). Daher müssen Assistenzärzte für Psychiatrie und Psychotherapie auch heute noch einen Teil ihrer Weiterbildung im Fachbereich Neurologie absolvieren.
Da der Fachbereich der Psychiatrie und Psychotherapie sehr breit gefächert ist, gibt es auch hier verschiedene Möglichkeiten der Spezialisierung. Möglich sind Vertiefungen zu den Themen Kinder-und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie oder auch die forensische Psychiatrie.
Die DGPPN bietet einen fünftägigen Kompaktkurs für den Fachbereich Psychiatrie und Psychotherapie an. Dieser eignet sich perfekt, um sich auf die Facharztprüfung vorzubereiten. Themen wie Angsterkrankungen bis hin zu Suchterkrankungen werden von verschiedenen Dozenten vermittelt. Es handelt sich hierbei um eine Präsenzveranstaltung.
Das Forum Medizin Fortbildung bietet regelmäßig einen Refresher Kurs für Psychiatrie und Psychotherapie an. In drei Tagen werden alle relevanten Themen und Leitlinien der Psychiatrie und Psychotherapie gelehrt.
Die deutsche Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde e.V. (DGPPN) ist die größte medizinisch-wissenschaftliche Fachgesellschaft für psychische Erkrankungen in Deutschland. Sie veranstaltet den jährlich stattfindenden, viertägigen DGPPN-Kongress mit vielen wissenschaftlichen Vorträgen und Workshops.
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